Autoren: Interview mit Sabine Wierlemann

sabine_wierlemannDie sympathische Sabine konnte schon viele Leser mit ihren Schwaben-Krimis begeistern, liest aber auch auch gern in Schulen aus ihrem Jugendbuch „Der rote Mantel“. Heute hat sie mir ein paar Fragen zum Thema „Schreiben“ beantwortet – schaut doch mal:

Was bedeutet dir das Schreiben?

 

Es ist ein wunderbares Hobby, ein Ausgleich zum Alltag. Beim Schreiben könnte ich alles um mich herum vergessen und genieße es, mich von meinen Figuren mit auf eine Reise nehmen zu lassen. Obwohl ich einen genauen Plan für jeden Krimi habe, überrascht es mich trotzdem immer wieder, dass meine Figuren manchmal Dinge tun oder sagen, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Das macht das Schreiben aber auch so spannend. Ich werde immer wieder überrascht und muss das Buch zu Ende schreiben, damit ich auch sicher weiß wie es ausgeht.

 

Hast du bestimmte Schreibrituale?

 

Ich brauche Ruhe zum Schreiben, das ist aber auch schon alles. Wenn ich mich konzentrieren kann, dann kann jeder Platz zum Arbeitsplatz werden.

 

Was hat Dich zu Gerda und Otto inspiriert?

 

Das war tatsächlich mein Friseur (der echte Salon König), zu dem ich schon seit Jahren gehe. Man hat ja gemügend Zeit seine Beobachtungen anzustellen, wenn man wartet, unter der Trockenhaube sitzt oder frisiert wird. So ein Friseurgeschäft ist doch ein Mikrokosmos der Stadt – hier trifft man sich und hier machen auch die neuesten Geschichten die Runde. Was lag da näher als Friseure zu Co-Ermittlern der Polizei zu machen?

 

Hast du das Schreiben irgendwo gelernt?

 

Wie wir alle habe ich die Schule besucht und dort Schreiben gelernt 😉 Das Bücherschreiben habe ich nicht speziell gelernt, aber ich habe in meinem Leben schon viel gelesen und die Liebe zur Literatur hat mich schließlich auch zum Studium der Germanistik geführt. Mein erster Roman (ein Jugendbuch) war dann tatsächlich ein Selbstversuch, der sich gut angefühlt hat und auch bei den Lesern gut angekommen ist. So hat sich das Schreiben Schritt für Schritt entwickelt und die Krimis habe ich geschrieben, weil ich einfach Lust hatte, eine Geschichte über den Salon König zu schreiben.

 

Hast du ein absolutes Lieblingsbuch?

 

Nein. Ich lese aber gern Bücher von Milan Kundera, Gabriel Garcia Marques oder Jenny Valentine.

 

Welche Autoren inspirieren dich?

 

Besonders Autoren, die es schaffen, mit ihrer Sprache den richtigen Ton bei mir zu treffen. Gerade arbeite ich mich z.B. durch das Werk von Peter Stamm.
Hörst du beim Schreiben Musik?

 

Nein, ich brauche Ruhe beim Schreiben.

 

Gibt es etwas, dass du gerne schreiben würdest, dich aber nicht traust?

 

Nein, da lege ich mir selbst keine Beschränkungen auf.

 

Welchen Tipp würdest du angehenden Autoren geben?

 

Schreiben, schreiben, schreiben und lesen, lesen, lesen. Mit das Wichtigste ist aber, sich jemanden zu suchen, der sich traut, objektiv die Qualität des Geschriebenen zu beurteilen.

 

Wenn morgen eine gute Fee käme und dir drei Wünsche erfüllen würde in Bezug auf dein Schreiben?

 

Als erstes würde ich mir mehr Zeit zum Schreiben wünschen, dann würde ich mir wünschen, dass ich nicht mehr mühsam nach Tipp- und Rechtschreibfehlern in meinem Manuskript suchen müsste und ich würde mir wünschen, dass ich mit meinen Büchern noch mehr Menschen erreichen würde.

 

Wer mehr über Sabine erfahren möchte, findet hier ihre Autorenseite: sabine-wierlemann.de und kann sie natürlich auch facebook besuchen: Sabine Wierlemann bei fb.

 

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