Heute gelesen: Wenn Buchmarketing nervt

Du bist Indie-Autor und möchtest dein Buch vermarkten! Prima! Weil wir beide in denselben Facebook-Gruppen sind habe ich deinen Link vorgestern, gestern und heute auch schon zehnmal gesehen. Und ich habe mir auch deinen Namen gemerkt – und direkt auf meiner „Nervt“-Liste abgespeichert.

Das, was die großen Unternehmen langsam lernen, sollten auch die kleinen Autoren sich zu Herzen nehmen – nämlich den potenziellen Kunden die Werbung nicht vor den Latz zu knallen, sondern angenehm zu verpacken (Mehrwert, Unterhaltung) oder wenigstens etwas homöopathischer (dafür langfristig) zu dosieren. Und vor allem gilt: Setzt den Kunden (Leser) in den Fokus, und nicht euer Produkt! Das heißt: Was will mein Leser? Gibt es ein Problem, das ich für ihn lösen kann?

Bei lesen.net gibt die erfolgreiche Selfpublisherin Poppy J. Anderson ein paar Anregungen: Buchmarketing muss nicht nerven Lest mal rein!

Wenn man Marketing betreibt ist es mit dem hektischen Setzen von Buchlinks nicht getan. Jeder hat mit seinem Genre eine bestimmte Zielgruppe, die sich für ganz spezielle Sachen interessiert. Dort zum Beispiel kann man seine zukünftigen Leser packen und eine „Beziehung“ zu ihnen aufbauen – und wenn man erst einmal ein paar Fans hat dann rollt der Stein fast von allein weiter (er braucht natürlich einen regelmäßigen Schubs).

Meine Freundin Laya Talis, die Vampirromane schreibt, hat zum Beispiel die gut besucht Rubrik: Vampirlegenden aus aller Welt auf ihrem Blog.

Und Sandra Florean fragt Autoren-Kollegen: Und was schreibst du so? und sorgt damit für eine tolle Vernetzung und gegenseitige Unterstützung.

Und was ist mit Gewinnspielen? Mein persönlicher Eindruck ist, dass die Leute etwas „Gewinnspiel-müde“ geworden sind. Das ist also eine Maßnahme die man versuchen kann, sie muss aber nicht unbedingt erfolgreich sein. Gewinnspiele lohnen sich, wenn man schon eine gewisse Fanbase aufgebaut hat.

Flyer sind eine gute Werbung – vielleicht kannst du in Geschäften, in der örtlichen Bücherei (falls erlaubt) oder bei befreundeten Online-Händlern Flyer auslegen oder mit Sendungen verschicken lassen.

Schalte eine kleine Anzeige in einem Stadtmagazin oder thematisch passenden überregionalen Magazin. Das muss nicht teuer sein.

Eine perfekte Plattform für Werbung ist Facebook – und es lohnt sich, in bezahlte Werbung zu investieren. Erstelle eine professionell wirkenden Werbeanzeige und grenze deine Zielgruppe exakt sein. Das geht nirgendwo so gezielt und preiswert wie bei Facebook. Warum ist dein Buch für Leser interessant? Fasse es in einigen Sätzen prägnant zusammen und lenke Interessenten mit einem Klick direkt dorthin, wo sie das Buch kaufen können.

Du hast Ideen für Buchmarketing! Immer her damit!

 

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