Das Glücksprojekt

Das Glücksprojekt: Wie Ich (Fast) Alles Versucht Habe, Der Glücklichste Mensch Der Welt Zu Werden, Alexandra Reinwarth, mvg Verlag, bei amazon

Ich liebe es glücklich zu sein! Und natürlich lese ich auch Bücher darüber. Da gibt es die verschiedensten Tipps, man könnte ganze Regalmeter mit Büchern zu diesem Thema füllen.

Wer sich das sparen möchte, kann sich bedenkenlos der Journalistin und Autorin Alexandra Reinwarth anvertrauen. Sie hat sich nämlich zum Ziel gesetzt, in einem Jahr alle Glücksratgeber aus ihrem Bücherschrank durchzuarbeiten und so der glücklichste Mensch der Welt zu werden. Hier ist die Themenliste, die sie sich vorgenommen hat:

-Sport muss sein
-Tiere machen glücklich
-Der buddhistische Weg zum Glück
-Psychotricks
-Ich bin dann mal wallfahren
-Die Zufriedenheit und ich
-Bestellung beim Universum
-Das Lachyoga-Seminar
-Freunde und andere Herausforderungen
-Die Suche nach dem Sinn
-Der Trick mit dem Kleiderschrank
-Freizeit
-Liebe
-Mehr Glück in der Arbeit

Wer jetzt einen Ratgeber erwartet – der liegt damit ganz richtig. Die Autorin nimmt die Ratschläge zum Glücklichsten aufs Korn, indem sie ihre eigenen Erfahrungen mit dem Leser teilt. Nehmen wir einmal das Thema: Sport. Die Autorin berichtet, dass sie sich oft mit anderen vergleicht und ebenso sportlich wie die „Jogurette-Fraktion“ sein möchte. Sie befolgt also verschiedene Ratschläge, wird in der ausgebeulten Jogginghose sogar „von Laub überholt“ und macht sich im Fitness-Studio unbeliebt, so dass sie ihre sportlichen Pläne schnell wieder verwerfen will. Durch ihren Freund kommt sie auf die Idee, ihre Begeisterung für das Spazierengehen etwas sportlicher zu sehen und vor allem: ernst zu nehmen. Sie läuft nach kurzer Zeit sogar bei schlechtem Wetter zur Arbeit und genießt die Bewegung an der frischen Luft. Das ist mehr als eine persönliche Anekdote. Es bedeutet:

Finde heraus, was dir persönlich liegt, und dann zieh es durch! Vergleiche dich nicht mit anderen. Es hat keinen Sinn mit dem Joggen (Yoga, Klettern, Pilates)  anzufangen, nur weil jemand sagt, dies sei das Nonplusultra. Joggen (Yoga, Klettern, Pilates) zu hassen bedeutet aber gerade nicht, dass man auf Sport verzichten sollte. Denn er gehört definitiv zu den „Glücklichmachern“. Natürlich ist es dabei hilfreich, neue Dinge zu probieren, um das richtige für sich zu finden.

Die Ratschläge in diesem Buch kommen also „von hinten durch die kalte Küche“, getarnt als persönliche Erfahrung. Die meisten der Themen, die Alexandra Reinwarth aufgreift, sind uns nämlich eigentlich bekannt, zumindest flüchtig. Aber wann packen wir die Sache mal an und hören auf, alles auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben?

Besonders angenehm fand ich, dass das Thema: Bestellungen beim Universum nur sehr kurz angerissen wurde. Esoteriker werden wahrscheinlich nicht sehr glücklich mit dem Buch. Schwaben auch nicht. 😉

Die Sprache: Ich habe mich großartig amüsiert und beim Lesen oft und laut gelacht. Das gilt zwar besonders für die erste Hälfte des Buches, aber allein deswegen kann ich sagen, dass die Lektüre dieses Buches mich glücklich gemacht hat. Darum empfehle ich es gern weiter!

 

 

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