Psycho im Märchenwald

An dieses Buch bin ich mit großen Erwartungen gegangen, und ich wurde enttäuscht. Dieses Versprechen im Klappentext:

Doch was fasziniert uns eigentlich an diesen jahrhundertealten Geschichten, die von den Gebrüder Grimm gesammelt wurden? Was ist die Wahrheit in den Märchen und wieviel Märchen steckt in uns allen? Die Kulturwissenschaftlerin Alexa Waschkau und der promovierte Psychologe Sebastian Bartoschek machen sich auf die Suche nach Antworten und beleuchten zeitgemäß, informativ und humorvoll die kulturhistorischen Wurzeln und psychologischen Deutungen beliebter Märchen. Dabei schlagen sie fernab ausgetretener Pfade Schneisen in das Unterholz des Märchenwalds – und legen intellektuelle Brotkrumen aus, um den Leser zum Pfefferkuchenhaus der Erkenntnis zu locken!

wurde nicht eingelöst. Zugegeben, ich habe keines der angeführten Werke über Märchenforschung gelesen, auf die sich die Autoren hier und da beziehen, aber „Psycho im Märchenwald“ wurde nicht als Begleiter eines anderen Buches ausgeschrieben.

Der Großteil des Buches besteht aus den Märchen selbst, bzw. gekürzte Versionen. Der jeweils folgende kulturwissenschaftliche Anteil besteht aus der kontextuellen Einordnung in Zeit und Gesamtwerk der Gebrüder Grimm, dem Herausstellen von zumeist Offensichtlichem, und dem Verweis auf Variationen. Das ist soweit in Ordnung, auch wenn es sich meist nur um knapp zwei Seiten handelt. Ich kaufte das Buch jedoch nicht, um primär die Märchen zu lesen, sondern um etwas mehr über die Hintergründe zu erfahren, auch wenn ich nicht erwarte, dass jedes Werk ähnlich umfangreich, gekonnt aufgearbeitet und informativ ist wie: Der Heros in 1000 Gestalten.

Der psychologische Teil ist jedoch die weitaus größere Enttäuschung, denn er kommt meist über belangloses Geplänkel nicht hinaus. Schade, schade, schade.

Aber wer wäre ich, wenn ich euch mit einer Enttäuschung sitzen lassen würde? Mehr oder weniger zufällig ist mir ein anderes Buch in die Hände gefallen, das war meine erste Begegnung mit Wolf Dieter Storl, einem kräuterkundigen Mann, der über enorm viel Wissen verfügt – und zwar auch über Märchen und Mythen.

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Die alte Göttin und ihre Pflanzen: Wie wir durch Märchen zu unserer Urspiritualität finden, Kailash, bei amazon

Hier der Klappentext: Die Naturverbundenheit unserer Ahnen war so stark, dass sie die Natur als beseelt empfanden. Wolf-Dieter Storl zeigt uns anhand von alten Sagen, Mythen und Märchen, welche Urgötter, Schamanen und spirituellen Heilkräfte sich in der Pflanzenwelt verbergen: Was für eine Bedeutung haben Frau Holle, des Teufels Großmutter und Aschenputtel? Welche Rolle spielen dabei der Holunderstrauch, Wachholder oder das Gänseblümchen? Storl öffnet uns die Augen für eine heilsame Beziehung mit der Natur: Wir entdecken den tiefen Sinn und den Geist, der allem innewohnt, und finden so den Weg zurück zu unserer natürlichen Urspiritualität.

Scrollt noch einmal nach oben und lest das Klappentext-Versprechen von: Psycho im Märchenwald. Genau dieses wird bei Storl eingelöst. Ja, warum stellen wir diese Fragen? Warum wollen wir wissen, was es mit den Mythen, den Ur-Bildern, den Märchen, den Archetypen auf sich hat? Sie überdauern die Zeiten, weil sie etwas mit uns zu tun haben. Hier hält der Klappentext, was er verspricht, und sobald ich das Buch ganz durchgelesen habe, werde ich es ausführlich vorstellen.

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