Verlage müssen umdenken

Nicht nur das Deutschland nun seine erste selbst verlegende eBook Millionärin hat, zeigt dass Selfpublishing auf dem besten Weg ist, Verlagen ernsthaft Konkurrenz zu machen. Poppy J. Anderson hat mit ihren eBooks und Taschenbüchern nun die Million geknackt – ihre Verlagstitel sind nicht eingerechnet. Herzlichen Glückwunsch! Matthias Matting von der Selfpublisher-Bibel hatte mit seiner Prognose recht.

Auf der Seite von pressetext.com war letzten Freitag zu lesen, dass Verlage ihre Marketing-Strategien überdenken müssen, wenn Sie nicht dauerhaft Leser an die Selfpublisher verlieren wollen. Nicht nur die Preise der Verlags-eBooks können mit den von Indie-Autoren publizierten Titeln nicht mithalten, auch das Marketing hat sich dank der sozialen Medien stark verändert. Auch auf die zunehmende Professionalisierung der Indies wird eingegangen.

Heute bekommt man ein professionell aufgemachtes eBook, dass mit Herzblut geschrieben wurde, perfekt lektoriert und mit einem ansprechenden Cover versehen ist, im Kindle-Shop ab 99 Cent. In den meisten Fällen bleibt dem Autor sogar mehr im eigenen Portmonee, als wenn er unter Vertrag stehen würde.

Eine spannende Entwicklung!

 

2 Kommentare

  1. Wenn die Verlage umdenken und ab sofort verstärkt ähnliche Fließbandromane veröffentlichen, die von Autoren im Achtwochentakt zusammengeschrieben werden, dann gute Nacht. Der Erfolg von Selfpublishern ist eine schöne Sache für die Selfpublisher, aber die Selfpublisher, die sich bisher durchsetzen, sind in den seltensten Fällen Schreiber von hochwertiger Belletristik.

    1. Ja, da gibt es sicher auf beiden Seiten solche und solche! Natürlich gibt es ganz engagierte Verlage mit „Literatur“ – aber Massenkompatibilität geht naturgemäß nicht zwingend mit Hochwertigkeit konform. LG!

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